> Thufir zitierte und schrieb irgendwann mittags:
Nett gesagt. Oder war das die Forumssoftware ?
> > Vor allem aber ist die Bezeichung von Kinderlosigkeit als Krankheit
> > oder Makel vollkommen fehl am platz. Kinder zu haben, sich
> > fortzupflanzen ist ein menschliches Grundbeduerfnis, das gleich nach
> > dem essen kommt und was nicht mit “Krankheit oder Makel”
> > abqualifiziert werden sollte. Wenn nun noch eine Frau etwas derart
> > unrichtiges und unsensibles schreibt, dann enttaeuscht mich das doch
> > arg…
>
> > Chris
>
> Ich meine Deine Kritik an den Sätzen dieser Frau ist unberechtigt,
> weil sie mit obigem Satz lediglich bemängelt, dass Überbevölkerung
> auf der einen Seite ein Problem darstellt, das entweder bestraft oder
> ignoriert wird und sich auf der anderen Seite - so genannte
Das Problem ist durchaus nicht dasselbe. Ein Kind in Afrika bedeutet
ein Esser mehr in der Familie der durchgefuettert werden muss. Ein
Kind in Deutschland bedeutet das angesichts von Milchseen,
Butterbergen und einem nie gekannten Wohlstand ganz sicher nicht.
> “Erstweltler” einiges einfallen lassen, um aus einem unfruchtbaren
> Becken doch noch ein Kind kitzeln zu können. Eine dumme und ignorante
> Idee, die ausschließlich einer Industrie dient, die denen - die es
> sich leisten können - erfolgreich eintrichtert, wie “Krankhaft” und
> voller “Makel” sie sich ohne eigens ausgebrütetes Kind vorkommen
> müssen. Gefälligst vorzukommen haben.
Ich empfinde das als eine Unverschaemtheit, dass du kinderlosen
Paaren unterstellst, ihr Kinderwunsch entspringe nur der Propaganda
einer perversen Industrie. Lass dir mal eine Liste der menschlichen
Grundbeduerfnisse zeigen und sag mir wo die Fortpflanzung da steht.
> Das kann nur eine Frau schreiben, die ihre Rolle als Mutter
> verstanden hat, diese nicht überbewertet und sich dagegen sträubt
Die Rolle als Mutter nicht ueberbewerten ? Falls die Frau
Sachbearbeiterin im Arbeitsamt ist, sollte man also das hoeher
bewerten als das Mutter sein ? Wo lebst du ? Wie bewertest du deine
Eltern und Geschwister, falls du welche hast, in deinem persoenlichen
Lebenskontext ?
> eine Welt voller Waisen toll zu finden, während sie sich parallel
> verpflichtet fühlt ordentlich Kohle in den eigenen Arsch zu pumpen,
> damit die Waisen dieser Welt nicht eines Tages ausgehen.
Den Satzteil hab ich nicht verstanden…
[gekuerzt]
Der Artikel hat keine Linie. Er stellt dar, dass immer mehr Aufwand
und Geld in die Reproduktionsmedizin gesteckt wird (eigentlich ist es
keine schluessige Darstellung, eher dahingerede ueber das thema).
Das ist der Hauptinhalt - und im letzten Satz versucht die Autorin
uns noch ueberraschend in einem 180 Grad Turn vom bisherigen lockeren
Geplaudere politisch korrekt ein schlechtes Gewissen einzureden weil
es anderswo a) Geburtenkontrolle und b) Waisen gibt. Irgendie wollte
sie uns wohl sagen, dass wir doch diesen voellig irrationalen Wunsch
nach einem eigenen Kind aufgeben sollen (sic!) und in Burkina Faso
uns lieber ein hilfloses Waisenkind aufpicken sollen. Schoenen neue,
gerechte Welt. Hurra.
Im uebrigen: Falls die Autorin gewollte haette, dass mehr Leute ihren
Beitrag verstehen haette sie weniger Fremdwoerter gewaehlt. Man kann
das so oder als Zeichen von Unsicherheit bewerten, auch bedingt der
wissenschaftliche Kontext vermutlich eine leicht erhoehte Anzahl an
Fremdwoertern. Ich persoenlich habe nichts gegen Fremdwoerter, ich
kann sie meist verstehen. Ob das anderen so geht, da masse ich mir
kein Urteil an.
CHris