Re: Mir kommt da eine Idee…. - Phisher schwimmen in gestohlenen Geheimn…

hat-gewordenes-der-grten-verrcktheiten-fr-teens-und-erwachsene-gleich-es-hat-eine-ber1/”>schwimmenh hab’s mal versucht. Nicht genau bei dieser Masche, aber Western
Union war auch da im Spiel.
Ich wollte über mobile.de mein Auto verkaufen. Vorerst einziger
Interessent war jemand, der sich als Londoner Händler vorstellte, der
einem Kunden genau so ein Auto zugesagt habe, das aber auf dem Weg zu
ihm einen Totalschaden erlitten hätte. Der Kunde hätte aber schon
bezahlt (per Scheck) und bestehe jetzt auf dem Auto. Er wollte mir
den Scheck seines Kunden schicken und ich sollte dann den Rest per
Western Union zurücküberweisen. Aha.
Ich hab’ erst auf Zeit gespielt und mich mit der Polizei in
Verbindung gesetzt. Die sagte mir, sie könne erst aktiv werden, wenn
Beweise vorlägen.
Also das Spiel weiter gespielt und den Scheck zuschicken lassen.
Wieder bei der Polizei angerufen und den Scheck als Beweismittel
angeboten. Nun kam die Frage, ob ich sicher sei, daß der gefälscht
ist. Vielleicht sei das ja wirklich so, wie beschrieben.
Na gut, also Scheck eingereicht. Mein Gegenüber wurde langsam sauer -
er wollte natürlich schnellstmöglich per Western Union ’sein Geld’
haben, weil er wußte, daß die Sache gestorben ist, sobald der Scheck
platzt.
Bis ich letzteres schriftlich hatte, verging nochmal eine
Woche.
Mit dem Schreiben der Bank erneut zu Polizei und endlich wurde meine
Anzeige aufgenommen. Ich gab die E-Mails samt Header (ohne macht’s ja
eh’ keinen Sinn) und das Schreiben der Bank als Beweismittel mit.
Drei Monate später bekam ich eine lapidare schriftliche Mitteilung,
daß die Ermittlungen eingestellt wurden, da der Täter nicht zu
ermitteln war.
Ach ja: Die nachfolgenden Drohmails meines ‘Geschäftspartners’ kamen
dann direkt aus Nigeria und nicht mehr via Yahoomail UK. Ich habe mit
gleichem Kaliber zurückgeschossen (leere Drohungen mit FBI und CIA)
und hatte nach ein paar Wochen dann Ruhe. Bis heute.
Die Sache ist knapp zwei Jahre her und hat mich gelehrt, daß einem
der ganze Aufwand nicht gedankt wird. Der Versuch eines Netizen,
Betrüger im Internet dingfest zu machen, wird von den Behörden
schlicht ignoriert.
Dieselbe Erfahrung habe ich übrigens mit Hinweisen auf
Sober-infizierte Rechner gemacht, die damals üppig braune Spams
rausschickten. Es hat keinen interessiert, weil ich keine Namen und
Post-Adressen zu den IP-Adressen liefern konnte… :-( Tja, ein ernüchterndes Fazit. Aber wenigstens mal ein
Erfahrungsbericht hier…
Schöne Grüße
Vantastic
P.S.
Ein knappes halbes Jahr nach meiner geschilderten Erfahrung wurde
dann überall vor genau dieser Masche gewarnt (von der ich vorher noch
nichts gehört oder gelesen hatte)… vielleicht hat meine Aktion ja
wenigestens da irgendwo schlafende Hunde geweckt!?

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