Langer Marsch Teil VII. Schwimmen durch den Jangtse. - Muslimische Hacker protestieren im Inter…
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> In dem von Dir dargelegten Sinne - so,so.
> Rollen wir das Feld doch mal von hinten auf. Was glaubst Du
> eigentlich wieviel Öl über diese sagenumwobene IOB so gehandelt
> werden wird. Neben “alternativen” Ideen, wie der Welthandel so
> funktioniert, baust Du ja Dein IOB-Kartenhaus weitestgehend auf der
> Annahme auf, die IOB könnte das dritte Standbein des Erdölhandels
> neben London und New York werden.
Tu ich zwar nicht, aber dennoch erweist sich mein “Kartenhaus” noch
immer als ziemlich stabil. Übrigens ein hübsches Bild! Man sollte mal
einen Künstler damit beauftragen, so ein schönes Kartenhaus in Beton
zu gießen und neben diesem Atomdings in Brüssel aufstellen.
> Iran fördert so ca. 9% des Öls
> weltweit.Bei raffinierten Produkten liegt Iran gerade mal bei mageren
> 5%. Der “Big-Player” China importiert aus dem ganzen OPEC-Raum so ca.
> 4% des Weltölmarktes (2002) - für 2025 werden 9% prognostiziert.
> Wieviel Prozent der iranischen Exporte momentan in Euro gehandelt
> werden (es ist ja eh irrelevant, wie ich bereits ausführte) konnte
> ich auf die Schnelle nicht herausbekommen, aber es dürften rd. 50%
> sein. Wenn Japan seine Importe in Yen bezahlt, blieben gerade mal 30%
> des iranischen Exportes über die momentan in Dollar gehandelt werden
> 30% - das entspricht rund 2% des Weltmarktes. Um diese Menge geht es.
> Deine Spekulationen über die Erdrutschbewegungen und immensen
> Spekulationssummen mit Futures etc. beziehen sich also aus 2% der
> Weltölhandelsmenge.
> VJ - komm, das kann es doch nicht sein ?
Wenn die Argumente gehen, kommen die Statistiken.
> Ich räume ja gerne Effekt ein, die daraus reslutieren würden (nicht
> zu vergessen, es sind ja alles vage Spekulationen).
> Aber diese von Dir (basierend auf?) und den drei genannten Autoren
> (die nebenbei bemerkt, allesamt weder Ölmarkt- noch Handelsfachleute
> sind) sind doch arg übertrieben.
Mal was ganz anderes! Könntest Du mal nachschauen, wieviel Hefe man
prozentual für einen Hefekuchen braucht?
> > Dazu
> > aber noch - und darauf kommt es an! - die FED! Die FED hat seit den
> > frühen Siebzigern die Dollarmenge, die sie ausgibt, an den von den
> > USA beherrschten internationalen Ölmarkt gekoppelt.
>
> Und dafür hast Du sicher Quellen ?
> Das stimmt nämlich schlicht und einfach nicht.
Also bei allem Respekt! Aber das ist nun wirklich schon
Allgemeinwissen. Thema Ölkrise! Jetzt staune ich wirklich, daß Du das
nicht weißt, zumal Du Dich unten sogar auf Bretton Woods von 1944
stützt, dem vorhergehenden Schritt des “New Deal” (Aufgabe des
Goldstandarts zugunsten der Wechselkurssysteme und Privatisierung der
FED als Eigentümerin des Dollas, Eingreifen in den 2. Weltkrieg mit
der Landung auf Sizilien und in der Normandie usw.usw.). Ich hoffe,
Du erzählst mir nicht noch, daß das nicht stimmt, daß sich die Sonne
um die Erde dreht. Dann fange ich an zu heulen und verkaufe meinen
Copernikus bei Ebay!
> Anders als das, was Du Spekulationsblasen nennst, werden über
> Ölbörsen nur reale Lieferungen gehandelt. Sicher gibt es auch hier
> einen Optionshandel, aber es lönnen auch nur Optionen über real
> vorhandene oder zu produzierende Öllieferkapazitäten getätigt werden.
Womit wir bei der Spekulation wären. Denn Optionen sind immer auch
Spekulatius; - so nach dem Motto: “Wenn Gott will!” - oder eben
Allah. Und wenn die beiden wollen, dann regnet es Spekulatius wie
Manna vom Himmel.
> Wenn, was alleine schon unrealisitsch ist, die o.g. 2% des
> Weltölhandels über die IOB gehandelt würden - was nicht passieren
> wird, da, wie ich schon öfters sagte, langfristige Lieferverträge
> sich nur am Spotmarktpreis orientieren, aber nicht über diese Börsen
> gehandelt werden.
Hast Du schon nachgesehen wegen meinem Hefekuchen?
Ich hab da
übrigens noch ein schönes Hefekuchengleichnis von Jesus in der Bibel
gefunden. Aber typisch Jesus! Es geht da mal wieder nicht um Kuchen,
sondern um Brot und Sauerteig.
> Außerdem vergisst Du eine goldene Marktregel, wenn Du die
> Manipulation des Preise für möglich hälst. Man kauft dort wo es am
> billigsten ist. Rechnet man alle Währungsdifferenzen etc. mit ein,
> wird im Falle eines Dollarkursverlustes natürlich jedermann an der
> Nimex oder in London kaufen.
Tja, wo Du recht hast, hast Du recht! - und wie macht man nun eine
Ware billig? Da gibts zwei Möglichkeiten: 1. man setzt den Preis
runter und 2. man setzt den Preis runter. Einmal für die Ware, das
andere Mal für das Geld. Man kann aber auch den Preis für die Ware
runtersetzen und den Preis für das Geld rauf (siehe Euro als
Deflationsgeld gegenüber der D-Mark) und umgekehrt. Wer nun aber am
besten an der Preisschraube drehen kann, der kriegt den Hefekuchen.
Der andere muß dann mit dem Sauerteigbrot vorlieb nehmen.
> > Wäre dem so, dann frage ich mich, weswegen die Geldmenge dann ständig
> > erhöht wird?
>
> Die Geldmenge soll mit dem Wirtschaftsaufschwung mithalten - so
> zumindest die Theorie. Das gerade die FED da Schmuh treibt, weiß ich
> selber.
Und warum treibt die FED Schmuh? Weil der Greenspan einfach nur ein
Gauner ist? Oder ist er nur ein Zauberlehrling? Wie auch immer! Auf
jeden Fall gestehst Du schon mal das Goethe-Wort ein: “Grau ist alle
Theorie.” Und von der Praxis reden wir beide ja! Stimmst?