Wir müssen schwimmen lernen - Laptop, Handy und E-Mail sorgen für Daue…
schwimmen hast absolut recht.
Mir geht es ähnlich. Ich ertrinke gelegentlich auch in Informationen
und Daten.
Das Problem ist das ich nicht gelernt habe zu schwimmen.
Wir brauchen Schwimmwesten und Boote.
Es gibt Menschen die glauben durch ignorieren der Informationen
können sie sich schützen. Das klappt aber nur bis zu einem gewissen
Grad.
Vgl. Arthur Dents Hause im Wege der Umgehungsstrasse und die Erde im
Wege der Hyperraum-Umgehungsstrasse.
Es sind auch derart viele Informationen in unserer globalisierten
Welt die bislang den lokalen Menschen überfluten.
Ich bin ein Verfechter des Lokalen im Globalen. D.h. die Priorität
liegt auf dem Lokalen und das Globale wird ggf. zur Kenntnis genommen
oder berücksichtigt. Nur wo finde ich das Lokale.
Die Tageszeitung? Ein Ansatz.
Das Gespräch mit dem Nachbarn? Auch wichtig.
Bei Heise? Im Prinzip ja.
Leider kann ich die Infos hier nicht kanalisieren bzw. filtern ohne
sie zumindest teilweise zu Kenntnis genommen haben. Und der
Trollfilter mit seinen lächerlichen 36 Einträgen ist bei der Menge
der filternswerten Volltrottel auch äusserst knapp bemessen.
(Vorsicht jetzt kommt Eigenwerbung)
Wir haben das Konzept zu einer Software phunkz entwickelt. Diese
scannt via Bluetooth andere Geräte (Handies) in Reichweite und sucht
dort nach mich interessierenden Angeboten und Gesuchen und bietet mir
diese gefiltert zu Auswahl an. Da die Reichweite max. so ca. 10-15m
ist, gibt es hier den mir sehr wichtigen lokalen Kontext und die
Möglichkeit mit den Leuten direkt in Kommunikation zu kommen. Mir
persönlich ist vollkommen schleierhaft wieso mich das Gute immer nur
per Nachnahme mit Versandkosten erreichen können sollte, sondern
vielleicht von den Leuten die mir in der Strassenbahn gegenüber
sitzen oder im gleichen Park spazieren gehn oder in der selben Disko
rumrennen oder sonstwie räumlich Konvergieren. Aber jeden zu fragen,
schien mir einfach nicht praktikabel.
Dieser Dienst ist und soll komplett für lau sein und den Menschen die
Möglichkeit bieten eigene Dienste und Gebrauchswaren den anderen
anzubieten ohne in der Menge der Infos unterzugehen. Jeder der
vielleicht mal eine halbe Stunde vor einem Schwarzen Brett verbracht
hat wird evtl. wissen was ich meine.
Weiteres findet sich (wie hier schon öfter angedroht habe:-) unter
phunknetz.de.
Soviel zur Schlaichwerbung.
Ich verstehe unser Projekt, auch wenn hier quasi eine neue
Informationsquelle eröffnet wird, gleichzeitig als eine Art
Schwimmweste in der Infoflut weil der intuitive Filter der
essentielle Bestandteil des Konzeptes ist und die Sache behrreschbar
macht.
Ich denke wir brauchen mehr solcher Filter.
Nett finde ich in diesem Zusammenhang auch Dienste wie die Fernsehfee
oder Tvinfo.de welche beide dem Nutzer helfen seinen Fernsehkonsum zu
filtern und gewünschte Infos, Filme etc. trotzdem zu finden.
Und um den Sammeltrieb im Bezug auf Daten und Filme und Sound und
dergleichen in den Griff zu kriegen, fände ich den dramatischen
Ausbau von globalen öffentlichen Datenbanken, auch auf
Peer-to-Peer-Basis für eine prima Sache. Es macht doch nur Sinn
beschränkte Güter zu sammeln. Etwas das sicher und unbeschränkt
jederzeit verfügbar ist muss doch nicht von mir gehortet werden.
Allerdings wenn es jeder hortet, kann man jedem Festplatten verkaufen
deren Kapazität von 10 Jahren ganzen Rechenzentren zur Ehre gereicht
hätte.
Und mit der Beschränktheit des Zugangs und der Herstellung von
Kapazität wird eben haufenweise Geld verdient.
Linus