Balkon mit 3200 km

schwimmenstieg des Meeresspiegels hat also nichts mit der Physik der
> Eisplatten zu tun, sondern mit dem Umstand, dass diese Eisplatten von
> Inlandeis und Gletschern gespeist werden, die zuvor keinen
> Volumenanteil des Meerwassers ausmachten.
Sie liegen aber vollständig im Wasser, d.h. sie schwimmen. Und dann
ist ihr Aggregatzustand völlig wumpe. Wenn allerdings luxemburggrosse
Eisblöcke tatsächlich über dem Wasser schweben, dann würde der
Spiegel erst dann steigen, wenn sie hineinfallen, weil jemand den
Kraftfeldgenerator ausgeschaltet hat.
Mit anderen Worten, Dein Vorredner hat völlig Recht, es sei denn, es
liegt ein Mißverständnis über Schelfeis vor.
> Da müsstet du schon ein komplizierteres Experiment anführen, einen
> Steinblock mit Eiskappe im Aquarium verankern, wasser
>
drumherumgießen, durch wechselndes erwärmen und abkühlen
>
“Schelfeisplatten” entstehen lassen und dann schauen, wie sich dein
>
Aquariumpegel verändert, wenn sie abbrechen und schmelzen. Haben sie
> vorher Wasser verdrängt, weil sie schwimmen, oder wurden sie durch
> die Gitterkräfte im Rieseneiskristall festgehalten und “schwebten”
> sozusagen halb über dem Wasser?
Ja genau, dieses Verhalten ist tagtäglich bei kilometerlangen
Eisblöcken mit ca 25 Meter Dicke (besser: Dünne) zu beobachten..
> Ich würde sagen, in diesem Fall kommt erst beim Abbrechen des
> Eisplatten das ganze Volumen zum tragen, maßgeblich das, was über der
> Meeresoberfläche liegt.
Und genau das ist doch kein Schelfeis. Denn es könnte höchstens auf
dem Festland liegen und als Gletscher langsam ins Meer rutschen. Dann
wäre es aber kein Schelfeis mehr.
Gruss,
Joacher

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