Total kritisch! Und haltbar bis 1.Feb.2007 - Editorial aus c’t 12/2006
schwimmentzt sind wir mal total kritisch, so richtig fies und total
gemein. Und kompetent, aber das sind wir seid Jahren, das wissen aber
nicht die von der zahlungskräftigen Zielgruppe, die lesen das was
schlau macht aber nicht uns. Weil, bei uns ist der Kopf in Form.
Darum die totale Kritik am Marktführer (”Da scheint der microsoftsche
kalte Entzug kontraproduktiv”) die aber relativiert wird
(”Andererseits geht es vielleicht darum, endlich mal wieder offensiv
und offensichtlich “Innovation” zu demonstrieren.”), das ist
ausgewogen. Ja, das muss so sein, da wird nichts eingeschränkt. Mit
zwei auf dem Rücken gefesselten Armen lässt sich immer noch schwimmen
- bei vernüftiger Auslegung der Massnahmen schränkt das einen gar
nicht ein! Darum die Ausgewogenheit, zwei Beine haben mehr Kraft als
Arme. Oder schon mal jemanden auf Armen vor Knebelverträgen flüchten
sehen? Eben, alles nur Oberfläche. Kein Unterschied zwischen Laufen
und Schwimmen, beides bringt einen nach vorn. Tote Fische schwimmen
auch im Strom und kommen total weit!
Und auf genau diese beschränken wir uns auch, die neue Zielgruppe
lädt sich Skins genauso willig herunter wie Töne für
Mobiltelekommunikationsgeräte oder ZoneAlarm-Cracks.
Und wenn die nicht erfährt, dass Office 2007 keine “Office Classic”
Menüs hat dankt sie dem kritischer Kritiker nicht, also kriegt die
das zu lesen, hier. Nicht hinten im Heft, nein, vorne im Editorial.
Hauptsache Menüs die so aussehen wie vorher, aber tun sie ja nicht,
weil Kritik und so… die Abstürze seitenlanger Dokumente betreffen
nur die Unterfläche, also das was besser ist, weil, das ist ja jetzt
schon 2007, und wir sind erst bei 2006, und das alte vorher war schon
2003. Da liegen 4 dazwischen, sogar 5 eigentlich. Das ist schon voll
kritisch! Aber das behandlen wir hinten im Heft. Wir stellen extra
einen Fussmaler ein, der schreibt das alles auf. Haha, höre ich den
klugen Regiesseur sagen, Ihr (also wir hier) habt gedacht, also, na
von wegen dem Vertrag mit Knebbeln, aber nein! Man legt es nur
vernünftig aus und ist ein Visionär!
Hellseherische Visionen (”Entweder…überlegene Lösung - oder…
große Fehlentwicklung”) schliessen das Editorial ab. Da ist man schon
total fertig.
Und ich habe nicht mal ein Abo, das ich kündigen kann.
.
#k.
ps:
Das Heft habe ich mir trotzdem und ganz bewusst gekauft, die zu
erwartenden Workarounds/Patches (”Cracks”) für die Nutzung der auf
der Heft-CD enthaltenen Beta-Software ohne Testphase/Einschränkungen,
machen aus dem Heft eine relativ gute Kapitalanlage. Und Gregory
Benford war mir schon immer sympathisch, da darf